Sichtbare Schäden und Auffälligkeiten
Risse in Wänden oder Decken, Feuchtigkeitsspuren, Verformungen und Abnutzungserscheinungen werden systematisch erfasst.
Im Streitfall zwischen Bauherren und Bauträgern bzw. Handwerksfirmen ist eine sorgfältige Dokumentation des baulichen Zustands entscheidend. Beweissicherung schafft Klarheit und schützt vor Streitigkeiten.
Gerade im Bauwesen, wo viele unterschiedliche Beteiligte aufeinandertreffen – Bauunternehmen, Handwerker, Planer, Nachbarn und Behörden – entstehen schnell Konflikte. Besonders häufig geht es um die Frage, wer für einen Schaden verantwortlich ist.
Wird beispielsweise ein Riss in der Wand eines Nachbargebäudes nach Beginn von Bauarbeiten festgestellt, ist ohne vorherige Dokumentation kaum nachweisbar, ob dieser Riss bereits vorher vorhanden war. Genau hier setzt die Beweissicherung an: Sie hält den Ausgangszustand eindeutig fest.
Risse in Wänden oder Decken, Feuchtigkeitsspuren, Verformungen und Abnutzungserscheinungen werden systematisch erfasst.
Fassaden, Fenster, Türen sowie angrenzende Wege, Mauern und Einfriedungen werden in den Zustandsbericht aufgenommen.
Fotografien bilden das Kernstück der Beweissicherung und machen den Zustand anschaulich und unmittelbar nachvollziehbar.
Schriftliche Protokolle, Lageskizzen und bei Bedarf messtechnische Verfahren zur Überwachung von Rissbreiten oder Setzungen.
Abstimmung zu Anlass, Umfang und Zeitpunkt der Beweissicherung.
Systematische Dokumentation aller relevanten baulichen Gegebenheiten mit Fotos, Protokollen und Lageplänen.
Bei Bedarf fortlaufende Erfassung von Veränderungen während der Bauarbeiten.
Erstellung eines belastbaren Beweissicherungsberichts mit vollständiger Dokumentation des Ausgangszustands und aller Veränderungen.
Immer dann, wenn ein erhöhtes Risiko für Schäden besteht – etwa bei Neubauten in dichter Bebauung, Tiefbauarbeiten, Aushub von Baugruben, erschütterungsintensiven Arbeiten oder Sanierungen im Bestand.
Alle relevanten baulichen Gegebenheiten: sichtbare Schäden wie Risse, Feuchtigkeitsspuren, Verformungen sowie Bauteile wie Fassaden, Fenster, Türen und angrenzende Außenanlagen. Lage, Ausdehnung und Verlauf werden präzise festgehalten.
Die Dokumentation erfolgt durch Fotografien, schriftliche Protokolle sowie Pläne oder Skizzen. Bei empfindlichen Bauwerken können zusätzlich Messverfahren zur Überwachung von Rissbreiten oder Setzungen eingesetzt werden.
Eine durch einen unabhängigen Sachverständigen durchgeführte Beweissicherung erreicht eine besonders hohe Qualität und rechtliche Belastbarkeit. Sie kann im Streitfall als Beweismittel vor Gericht dienen und wird auch von Versicherungen anerkannt.
Die Kosten variieren je nach Umfang und Aufwand. Die Beauftragung eines unabhängigen Sachverständigen ist im Verhältnis zu möglichen Schadenssummen und Konfliktkosten in der Regel gut angelegt.
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